Klinik Am schönen Moos
Klinik
Region: DE Baden-Württemberg
Kreis: Kreis Sigmaringen (DE)
Höhe: 580 - 630 m
Entfernungen: Sigmaringen 29, Friedrichshafen 53, Ulm 72 km
Klima: im Sommer: Schonklima, im Winter: gemässigtes Reizklima
Fax: +49 / (0) 75 81 / 507-211
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Wunderbare Wellneshotels
Hauptziel unserer Behandlung ist es, den Weg freizumachen zur Linderung oder Heilung psychischer und psychosomatischer Beschwerden. Dies geschieht durch umfassende Selbst- und Körpererfahrung, sowie das Erkennen sozialer Bezüge, so dass krankmachende Prozesse auf der psycho-sozio-somatischen Ebene korrigiert werden können. Unabdingbar für den Erfolg der Behandlung ist Bereitschaft und Motivation unserer Patientinnen und Patienten, sich auf den Behandlungsprozess einzulassen.
Die Ziele im Einzelnen können sein
Heilung oder Linderung von Beschwerden
Besserung der körperlichen und seelischen Belastbarkeit
Besserung im Umgang mit Beschwerden und Krankheiten
Erarbeitung einer ursächlichen Krankheitseinsicht
Stärkung des Selbstwertgefühls
Förderung sozialer Fähigkeiten (Hilfe zur Selbsthilfe)
Wiedererlangung eigener Ressourcen
(geistig, körperlich und seelisch)
Verbesserung von Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit in Beruf und Familie
Motivation für ambulante psychotherapeutische Behandlungen
Abbau von Risikoverhalten und Förderung von gesundem Verhalten
Bewältigung von akuten Lebenskrisen
Die Klinik (1990 erbaut und 1996 erweitert) ist architektonisch und apparativ überdurchschnittlich ausgestattet. Durch die angenehme Architektur und komfortable Ausstattung fühlt man sich sofort wohl.
Hervorragende Freizeitmöglichkeiten direkt im Haus durch Hallenbad, Sauna, Dampfbad, Fitnessraum, Kegelbahn und Cafeteria.
1. Körperliche Funktionsstörungen psychischen Ursprungs, wie z. B.
1.01 funktionelle Herz-Kreislauf-Störungen,
1.02 funktionelle Störungen der Muskulatur und des Skelettsystems,
1.03 funktionelle Magen-Darm-Beschwerden,
1.04 Spannungskopfschmerzen,
1.05 Tinnitus,
1.06 psychogene Lähmungen
2. Akute Lebenskrisen, akute Überlastungsreaktionen und schwerwiegende Partnerschaftsprobleme
(z. B. Burned-out-Syndrom)
3. Psychische-, sychosomatische- und psychogene Störungen, wie
3.01 Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre,
3.02 Colitis ulcerosa, Morbus Crohn,
3.03 psychogene Hauterkrankungen,
3.04 chronisch psychogene Beschwerden der Atemwege
3.05 Anpassungsstörungen i. R. chronischer Erkrankungen und des Älterwerdens
3.06 Angsterkrankungen
(z. B. Panikattacken, Agoraphobie, soziale Phobie)
3.07 Chronifizierte somatoforme Schmerzstörungen und Migräne
3.08 Depressive und depressiv-ängstliche Störungen sowie anhaltende Trauerreaktionen
3.09 Gynäkologisch-psychosomatische Störungen
3.10 Persönlichkeitsstörungen
3.11 Traumafolgestörungen
3.12 Psychogene Essstörungen
3.13 Alkohol-, Medikamenten- und Nikotinmissbrauch ohne schwere körperliche Abhängigkeit
3.14 Psychogene Störungen des Sexualverhaltens und -erlebens
3.15 Zwangsstörungen
(z. B. Kontroll- und/oder Grübelzwänge)
Kontraindikationen für eine Behandlung bei uns
Hohe Pflegeintensität
Akute und chronische Psychosen
Akute Suizidgefährdung
Schwere organische Psychosyndrome
Alkohol- und Drogenabhängigkeit
Neben der routinemäßig durchgeführten ärztlichen Aufnahmeuntersuchung stehen bei Bedarf zur erweiterten organmedizinischen Diagnostik zur Verfügung
ein klinisches Labor
EKG
Belastungs-EKG
Lungenfunktionsprüfung
Sonographie
Gefäßdoppler
Echokardiographie
Rektoskopie
und EEG (Hirnstrombild)
Angeboten werden
Frühsport
Frühgymnastik
Bewegungsgruppe
Sportgruppe
Spielgruppe
Tanzgruppe
Ferner
Ergometertraining (überwacht)
Muskelaufbautraining
Wassergymnastik
Schwimmkurse und Rückenschwimmen
Wirbelsäulengymnastik mit Rückenschule
Sport- und Bewegungstherapie
Zur Verfügung stehen
Turnhalle
Fitnessraum
Schwimmhalle
Die 170 Einzelzimmer verfügen jeweils über eigene Dusche, WC und Telefon.
Außerdem bieten wir 20 familien-gerechte Appartements an.
Zwei Zimmer sind rollstuhlgerecht ausgestattet.
Keine Angaben
Mitaufnahme von Kindern
Betreuung von Begleitkindern
Pädagogisches Konzept des Kinderhauses für Begleitkinder der Rehabilitandinnen der Klinik Am schönen Moos
In dem Kinderhaus, das für die Behandlungs- und Begleitkinder der beiden Kliniken Haus Schönes Moos sowie Klinik Am schönen Moos konzipiert wurde, werden Kinder und Jugendliche von 6 Monaten bis 14 Jahren durch qualifizierte ErzieherInnen, LehrerInnen, HeilpädagogInnen, PhysiotherapeutInnen und SporttherapeutInnen altersentsprechend und liebevoll betreut.
Die Betreuungszeit richtet sich nach dem Alter und der psychischen Stabilität des jeweiligen Kindes. Kleinkinder bis 3 Jahre kommen anfangs während der Termine der Mutter, und nach Eingewöhnung des Kindes auch länger in das Kinderhaus. Ältere Kinder besuchen in Absprache des Kinderhauses mit der Mutter / dem Vater montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 17.00 Uhr das Kinderhaus. Das Mittagessen nehmen Kinder unter 3 Jahren gemeinsam mit der Mutter ein, Kinder über 3 Jahren essen in der Gruppe gemeinsam mit den BetreuerInnen.
Die Kinder sind in altersspezifischen Gruppen (0-3 Jahre Zwergenland, 3-6 Jahre Wawuschels, ab Schulalter 6-14 Jahre Lernwerkstatt) aufgeteilt. Kinder mit Entwicklungsverzögerungen oder Behinderungen werden, ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend, in die Gruppen integriert.
Zu dem hellen, großzügigen Kinderhaus gehören große Außenspielflächen mit einem Bereich für Kleinkinder, einem Bereich mit Spielgeräten sowie Tobeplätze. Hier sind auch die Kinder-gewöhnten Kaninchen untergebracht.
An das Kinderhaus angeschlossen ist ein von der Kurklinik angepachteter Waldkindergarten mit Schutzhütte und kleinem Bach. Hier sammeln die Kinder Naturerfahrungen, bewegen sich körperlich und bauen auch selbst kleinere Hütten und Spielgeräte aus Holz.
Die Kinder-Kreativ-Angebote des Kinderhauses erstrecken sich u. A. auf Malen mit verschiedenen Techniken, Basteln, Perlenketten fädeln, Schatzsuche, Klettern, Backen, Fußballturniere, Ausflüge (z. B. Spaßbad, Golfplatz, Waldspiele), Musikmachen, Kunstgruppe, Holzarbeiten, Speckstein bearbeiten, Fotoserien herstellen, Bildkollagen u.v.m.
Montags und mittwochs bietet das Kinderhaus nach dem Abendessen Mutter-Kind-Aktionen (z.B. Stuhlkreis, Singen, Bewegungsspiel, Gesellschaftsspiel, Wortspiel). Je nach Alter können Kinder auch an einer Zaubervorführung und einem Zauberkurs teilnehmen. Donnerstags wird den Eltern durch Flurwache ein abendlicher Ausgang ermöglicht. Samstagvormittags werden Mutter-Kind-Aktionen oder Kinderbetreuung im Kinderhaus angeboten. Für ältere Kinder wurde ein Jugendraum eingerichtet. Eltern und Kindern stehen für die gesamte Freizeit altersentsprechende Spiel- und Bastelzimmer zur Verfügung sowie ein familiengerechter Aufenthaltsraum in der KASM. Das Kinderhaus unterstützt Freizeit-Aktivitäten gerne mit Anregungen.
Ganzjährig geöffnet
Chefarzt
Allgemeine Psychosomatik und Psychotherapie
Dr. med. Boris Michelitsch
Nervenarzt und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
Psychotherapie - Psychoanalyse - Gruppenanalytiker
Rehabilitationswesen - Suchtmedizin
Fachbereich Internistische Psychosomatik
Dr. med. Gerhard Wenzel
Facharzt für Innere Medizin und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
Psychotherapie - Rehabilitationswesen
Fachbereich Angsterkrankungen und Sektion Klinische Forschung
Dr. med. Michael Kiesecker
Facharzt für Psychotherapeutische Medizin
Psychotherapie - Rehabilitationswesen - Naturheilverfahren - Suchtmedizin
Fachbereich Neurologische Psychosomatik und Schmerzstörungen
Fachbereich Psychosomatik des Älterwerdens
Dr. med. Georg Häring
Facharzt für Neurologie und Psychiatrie - Psychotherapie
Fachbereich Frauenspezifische Psychosomatik und Paar - & Familientherapie
Dr. med. Dipl. Psych. Caroline Heinle
Fachärztin für Psychotherapeutische Medizin - Psychotherapie, Psychologische Psychotherapeutin
Psychotherapeutische Angebote
- Allgemeine Psychosomatik und Psychotherapie
1. Einzelpsychotherapie
Wir bieten psychodynamisch, aufdeckende und stützende, realitäts- und bewältigungsorientierte Einzelgespräche. Es werden aktuelle Konflikte vor dem Hintergrund der biographischen Entwicklung verstehbar gemacht. Hierbei können unbewußte konflikthafte Einstellungen und Haltungen aufgrund früher Lernerfahrungen aufgegriffen, bewusst gemacht und korrigiert werden.
2. Stationsgruppe
Die psychodynamisch-interaktionelle Stationsgruppe ist das milieutherapeutisch orientierte Kernangebot der Fachklinik. Patienten mit psychischen, sowie psychosomatischen Störungen weisen meist erhebliche und individuell unterschiedliche Beziehungsstörungen auf. Die kontinuierliche Teilnahme an der Stationsgruppe hat maßgeblichen Anteil am psychotherapeutischen Prozess des Einzelnen und ermöglicht das Einüben neuer sozialer Kompetenzen. Im Spiegel der Gruppenprozesse werden den Teilnehmern eigene Schwächen und Stärken bewußter und damit dem therapeutischen Prozess eher zugänglich gemacht.
Jeweils 8-12 Patienten nehmen unter Leitung eines Stationsarztes oder Stationspsychologen und einer Stationspflegekraft an den Sitzungen teil, die 3mal pro Woche 60 Minuten dauern.
Es besteht die Möglichkeit, sich nach drei "Schnuppersitzungen" für oder gegen eine dann verbindliche weitere Teilnahme zu entscheiden.
3. Paar- und Familientherapie
Wir bieten bei Bedarf Paar- und Familiengespräche an, um Hilfestellung bei der Bearbeitung partnerschaftlicher/familiärer Konfliktsituationen zu geben und ggf. für eine Paartherapie zu motivieren.
Mütter oder Väter mit Kindern von 6 Monaten bis 15 Jahren können gemeinsam aufgenommen werden. Diese Möglichkeit besteht für Mütter/Väter, welche zur Behandlung in die Klinik kommen und deren Kind(er) als Begleitperson(en) betreut werden. Während der Therapien der Eltern werden die Kinder in altersgerechten Gruppen in der benachbarten Mutter-Kind-Klinik "Haus Schönes Moos" betreut.
4. Fachbereich Internistische Psychosomatik
Unter Internistischer Psychosomatik versteht man zunächst einmal alle aus der Seeleentstandenen körperlichen Krankheiten und Störungen. Viele Erkrankungen sind unmittelbar psychisch verursacht, beispielsweise manche Schwindelerscheinungen, viele Kreislauf- und Atemprobleme, Herzbeschwerden, die sogenannte vegetative Dystonie, viele Arten von Kopf und Rückenschmerzen, chronischer Durchfall usw. Bei den meisten dieser Probleme ist oft mit organmedizinischen Untersuchungsmethoden kein krankhafter Befund nachweisbar, weil es sich häufig um Störungen von Funktionen und nicht um Schäden in Körperstrukturen handelt (Somatisierungsstörung).
5. Fachbereich Angsterkrankungen
Unser Behandlungsangebot richtet sich in erster Linie an PatientInnen mit Panikstörungen mit und ohne Agoraphobie, d.h. PatientInnen, die von Angstanfällen "überfallen" werden und/oder zusätzlich durch ihre Ängste, ihnen könnte Schlimmes zustoßen, Vermeidungsverhalten entwickelt haben. Auch PatientInnen mit genauer umschriebenen Ängsten (z.B. Höhenangst), unangemessen und übertriebenen Ängsten vor Krankheit (hypochondrische Ängste) oder Ängsten davor, von anderen Menschen prüfend betrachtet zu werden (soziale Phobie), die durch Vermeidungsverhalten zu Einschränkungen des privaten oder beruflichen Lebens geführt haben, können von der Angstbehandlung profitieren.
6. Fachbereich Neurologische Psychosomatik und Schmerzstörungen
Für Patienten mit vorwiegend seelisch bedingten und chronischen Schmerzstörungen (somatoform, funktionell) bieten wir ebenfalls ein eigenes Behandlungsprogramm an. Die Patienten nehmen in Gruppen von 8-10 Teilnehmern stationsintern 3mal wöchentlich an einer 60minütigen speziellen Schmerzgruppe (psychoedukativ-interaktionell) teil.
Begleitend besuchen sie einmal wöchentlich eine erlebnisorientierte Körperwahrnehmungsgruppe, wo sie unter Anleitung eines verhaltenstherapeutisch geschulten Sportpädagogen in zum Teil spielerischen Übungen ihre Schmerz- und Körperwahrnehmung verbessern. So weit notwendig kommen auch medikamentöse und physikobalneologische Maßnahmen zur Anwendung.
Das Ziel unseres mehrdimensionalen und psychodynamischen Ansatzes ist es, den durch die körperlichen Beschwerden maskierten psychischen Schmerz bewußt zu machen. Nur dann können mit den Patienten Wahrnehmungs- und Einstellungsänderungen erzielt werden, die sich in neuen Problemlösungsstrategien niederschlagen.
Diese Strategien helfen, eigene Grenzen einzuhalten, kränkende Beziehungsgestaltungen rascher zu durchschauen und adäquater zu reagieren.
7. Schwerpunkt Frauenspezifische Psychosomatik
Vor sechs Jahren wurde an der Fachklinik für Psychotherapie und Psychosomatik eine Abteilung für frauenspezifische Psychosomatik und Paar- und Familientherapie aufgebaut, zu der auch eine so genannte Familienstation gehört. Auf dieser Station gibt es die Möglichkeit, Mütter und/oder Väter gemeinsam mit ihren Kindern aufzunehmen. Die Besonderheit besteht darin, dass die Eltern das vollständige psychotherapeutische Programm der Fachklinik nutzen können, währenddessen ihre Kinder in der direkt benachbarten Mutter-Kind-Klinik betreut werden bzw. als sog. Behandlungskinder selbst heilpädagogische Behandlung erfahren.
Speziell auf Frauen ausgerichtete Behandlungsangebote
In einer ausschließlich für Frauen bestimmten Gruppe der Konzentrativen Bewegungstherapie werden anhand griechischer Göttinnen die vielfältigen inneren Motive der Teilnehmerinnen herausgearbeitet mit dem Ziel, sich der eigenen Potentiale bewusst zu werden und ihnen Ausdruck zu verleihen.
Der Förderung persönlicher Ressourcen zur Stressbewältigung dient die sog. Achtsamkeitsgruppe, in der Achtsamkeits- und Imaginationsübungen vermittelt werden. Dieses Angebot hat sich als sehr hilfreich erwiesen besonders bei traumatisierten Frauen, da es ihnen Wege aufzeigt, mit belastenden Gedanken und Vorstellungen umzugehen. Diese Gruppe ist ausschließlich für Frauen geöffnet und eine Teilnahme ist während des gesamten stationären Aufenthaltes möglich. Die üblichen Entspannungsverfahren sind für viele unserer schwerer gestörten Patientinnen oft weniger geeignet, da sie fürchten, dabei die Kontrolle über ihren Körper zu verlieren.
In der einmal wöchentlich stattfindenden Themenzentrierten Gruppe werden anhand von Texten oder Filmen Themen eingebracht, die im Leben von Frauen eine besondere Bedeutung haben können wie z.B. Beziehung zu Eltern und Geschwistern oder anderen Familienmitgliedern, Partnerschaft, Sexualität, Schwangerschaft und Geburt, Umgang mit Krankheit und Alter. Hintergrund ist hier die Überzeugung, dass es von besonderem Nutzen ist, auch Betrachtungsebenen außerhalb eines psychopathologischen Fokus zu wählen.
Schwerpunkt Traumabehandlung:
In der Abteilung für frauenspezifische Psychosomatik ist der Anteil traumatisierter Patientinnen überdurchschnittlich hoch, so dass bereits in der Vergangenheit das therapeutische Programm darauf abgestimmt worden war :
Bereits bei der Sichtung der Antragsunterlagen legen wir besonderes Augenmerk auf traumatische Erfahrungen der PatientInnen. Im ausführlichen Aufnahmegespräch achten pflegerische Bezugsperson und Einzeltherapeutin verstärkt auf Hinweise, die für eine mögliche Traumatisierung sprechen.
8. Schwerpunkt Psychosomatik des Älterwerdens
Auf einer Station mit 18 Betten/Zimmern führt ein Behandlungsteam (2 ÄrztInnen, 1 Schwester) die psychosomatisch-psychotherapeutische Behandlung durch.
Unser mehrschichtiges Behandlungskonzept beruht auf einem psychodynamisch-konflikt-orientierten Grundansatz ergänzt durch altersspezifische verhaltenstherapeutische, erlebnisorientierte und psychoedukative Elemente. Im Mittelpunkt steht die gruppenorientierte Durchführung der Therapie, da sie die beste Voraussetzung bietet, am Beispiel anderer wieder Mut zu gewinnen, das Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Jeder Patient erhält zudem kontinuierliche Einzelgespräche, in denen besonders schuld- und schambesetzte Themen bearbeitet werden können.
Die psychodynamische Gruppentherapie bietet motivierten und Patienten Gelegenheit, sich themenzentriert auszutauschen. Als Gruppenangebot kann auch das Muskelentspannungstraining nach Jacobson, die Atemtherapie sowie die Bewegungstherapie mit altersspezifischen Gymnastik- und Spielangeboten besucht werden.
Physiko-balneologische Anwendungen mit dem Schwerpunkt Prävention und selbstanwendbare Maßnahmen gehören ebenfalls zum Therapieprogramm, sofern der Patient dazu einwilligt. Notwendige ergänzende medizinisch-psychiatrische Diagnostik und Therapie wird durch den internistischen und nervenärztlichen Oberarzt geleistet. Die diätetische Beratung und evtl. Neueinstellung ist ein ebenso unverzichtbarer Bestandteil des Therapieprogramms wie die allgemeinen Gesundheitsvorträge.
Während die Patienten auf Station unter sich sind und dies nach allgemeiner Erfahrung auch bevorzugen, bieten das gemeinsame Essen sowie die klinikübergreifenden Nachmittags- und Abendveranstaltungen Gelegenheit, auch mit jüngeren Patienten in Kontakt zu kommen. Nach unseren bisherigen Erfahrungen empfehlen wir eine Behandlungszeit von mindestens vier bis sechs Wochen. Zwar hängt der Erfolg des stationären psychosomatischen Aufenthaltes wesentlich von der Motivation und Mitarbeit ab, doch ist dies keine unabdingbare Voraussetzung, sondern häufig das eigentliche Behandlungsziel zu Anfang des Aufenthaltes.
9. Entspannungsverfahren
Jedem Patienten bieten wir die Möglichkeit, ein Entspannungsverfahren kennenzulernen und zu üben.
In Kursen wird angeboten:
Autogenes Training
Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson
Aquaentspannung
Atemtherapie mit Eutonie
10. Physikalische Therapie
Die Physikalische Therapie leitet sich vom griechischen "physis"= die Natur ab. Dies bedeutet die, dass die Physikalische Therapie durch natürliche Heilverfahren einwirkt. In einer Zeit, in der immer häufiger Technik zwischen Behandler und Patient steht, wird uns der Ursprung des Wortes "behandeln" wieder bewusster. Und da die Hand das entscheidende Instrument in der Physikalischen Therapie ist, zeichnet sich unser Fach durch besondere Nähe zum Patienten aus. In dieser therapeutischen Beziehung erlebt der Patient menschliche Zuwendung in ganz besonderer Form, die in einer Psychosomatischen Klinik sehr von Bedeutung ist. Nachfolgend erhalten sie einen Überblick über mögliche Therapieformen.
Therapieangebot
Klassische Massage
Die Massage dürfte eines der ältesten Heilmittel der Medizin sein und hat ihre Wurzeln in allen Kulturen erhalten. Die massierende Hand ertastet ständig den Befund des behandelten Gewebes und stellt darauf die Massagetechnik ein und kontrolliert so auch gleichzeitig den therapeutischen Erfolg.
Reflexzonenmassage
Das wichtigste Prinzip der Reflexzonentherapie ist die Harmonisierung des ganzen Körpers, wobei eine exakte, wissenschaftliche Erklärung der Reflexzonentherapie am Fuß bis heute nicht möglich ist.
Unterwassermassage
Bei dieser Behandlung kommt zusätzlich die Temperatur, der Auftrieb, der hydrostatische Druck sowie der Massagedruck begünstigend hinzu.
Bindegewebsmassage
Die Bindegewebsmassage ist eine Sonderform der klassischen Massage zur Beeinflussung innerer Organe, Drüsen und Gefäße. Die Wirkungsweise erfolgt über das vegetative Nervensystem.
Manuelle Lymphdrainage
Die Manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Massageform mit einer besonderen sehr weichen und vorsichtigen Grifftechnik, welche die Lymphgefäße zur Mehrarbeit anregt und das Ödem in Abflußrichtung verschiebt.
Krankengymnastik
Die aktive und passive Krankengymnastik ist für Bewegung gebaut und nicht für die Ruhigstellung. Alles was natürliche Bewegung verhindert, sollte vermieden werden. Krankengymnastik ist angezeigt bei allen Krankheitsbildern, die eine Einschränkung der Beweglichkeit, eine Minderung der Kraft, eine Störung im muskulären Gleichgewicht zur Folge haben.
weitere Therapien:
Beckenbodengymnastik
Marnitz-Therapie
Cyriax-Therapie
Elektrotherapie
Ultraschalltherapie
Stangerbäder
Vierzellenbäder
Inhalationen
Med. Bäder
Kneipp Anwendungen
Funkt. Tapeverbände
11. Spezialtherapien
Diese finden in der Regel in Gruppen, bei spezifischen Indikationen auch als Einzeltherapien statt. Hierzu zählen die
11.1 Gestaltungstherapie
11.2 Musiktherapie
11.3 Konzentrative Bewegungstherapie
11.4 Bewegungs- und Gesprächstherapie.
Diese Therapieformen ermöglichen über die Mobilisierung kreativer Bereiche und über das Körpererleben einen Zugang zu unbewußten Konflikten oder Lösungsangeboten, welche den sog. "verbalen" Therapien noch nicht oder nur teilweise möglich sind. Diese Gruppen werden mit tiefenpsychologischem Ansatz durchgeführt.
12. Weitere Gruppenangebote
12.1 "Mobbing" - psychosozialer Stress am Arbeitsplatz:
Bei der Mobbinggruppe handelt es sich um ein offenes Gruppenangebot in einem Zyklus von 3 Veranstaltungen in wöchentlichem Rhythmus. In diese Gruppenveranstaltungen erhalten die Patienten Informationen über Merkmale und Ursachen des Mobbings, sowie mögliche Reaktionen und Gegenmaßnahmen.
Die Gruppe bietet Raum, sich mit der Vielschichtigkeit der Problematik auseinanderzusetzen und eigene Anteile zu erkennen, zu öffnen und neue Einsichten zu gewinnen.
12.2 Trauergruppe:
Das Hauptziel der Trauergruppe ist, Patienten nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen (durch Tod oder Trennung) die Möglichkeit zu geben, den emotionalen Prozess des Trauerns in einem geschützten Rahmen in Gang zu bringen und zu vertiefen. Dies ist insbesondere indiziert bei Verlusten, die länger als sechs Monate zurückliegen und wo der Eindruck eines stagnierenden Trauerprozesses entsteht.
12.3 Achtsamkeitsgruppe:
Diese Gruppe findet 3 x wöchentlich statt ist ausschließlich für Frauen geöffnet. Nach einleitenden kurzen Achtsamkeitsübungen werdem Imaginationsübungen vermittelt wie beispielsweise "Sicherer Ort", Tresorübung", Innere Helfer", Baumübung", Beobachter" und ähnliches. In der Fantasie der Patientinnen werden positive Vorstellungen wachgerufen oder der Patientin Wege aufgezeigt, wie sie besser mit belastenden Gedanken und Vorstellungen umgehen kann. Besonders für diejenigen Patientinnen, die mit üblichen Entspannungsverfahren Schwierigkeiten haben, stellt die Achtsamkeitsgruppe eine hilfreiche Alternative dar.
12.4 Themenzentrierte Interaktionsgruppe für Frauen:
In der einmal wöchentlich stattfindenden Themenzentrierten Gruppe werden anhand von Texten oder Filmen Themen eingebracht, die im Leben von Frauen eine besondere Bedeutung haben können wie bsp. Beziehung zu Eltern und Geschwistern oder anderen Familienmitgliedern, Partnerschaft, Sexualität, Schwangerschaft und Geburt, Umgang mit Krankheit und Alter. Hintergrund ist hier die Überzeugung, dass es von besonderem Nutzen ist, auch Betrachtungsebenen außerhalb eines psychopathologischen Fokus zu wählen.
12.5 Ergotherapie:
Im Rahmender Ergotherapie bieten wir eine ganztägige Belastungserprobung an. Diese wird hauptsächlich für PatientInnen empfohlen, die über Konzentrationsstörungen oder Gedächtnisschwäche berichten. Mit Hilfe spezieller Computerprogramme kann die kognitive Leistungsfähigkeit ganz differenziert untersucht werden, so dass sich ein individuelles Leistungsprofil erstellen lässt. In Einzelfällen wird darauf aufbauend ein Belastungstraining angeboten.
12.6 Raucherentwöhnung:
Für PatientInnen mit dem Interesse, ihren Nikotinkonsum zu reduzieren oder ganz mit dem Rauchen aufzuhören, bieten wir in Gruppenform ein über drei Wochen dauerndes Programm an, in dem die Motivation zur Nikotinreduktion vertieft, aber auch gezielte und wissenschaftlich bewährte Entwöhnungsstrategien vermittelt werden. In Einzelfällen ist auch die Kombination mit einer Nikotinpflaster-/Kaugummibehandlung möglich.
Keine Angaben
Schwimmhalle
Keine Angaben
Speisesaal
Cafeteria
Keine Angaben
Zur Beantragung eines stationären Aufenthaltes benötigen Sie als erstes einen ärztlichen Bericht, der die Notwendigkeit einer stationären psychotherapeutischen oder psychosomatischen Behandlung in der Klinik Am schönen Moos Bad Saulgau bescheinigt.
Mit diesem Antrag wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse, die den Antrag entweder selbst bearbeitet oder aber, falls Sie Ansprüche aus Leistungen des Rentenversicherungsträgers (BfA, LVA, Alterskasse) haben, den Antrag dorthin weiterleitet.
Hat der entsprechende Kostenträger Ihnen und uns die schriftliche Kostenübernahme zugesagt, wird Ihnen der Aufnahmetermin schriftlich oder fernmündlich bestätigt.
Sollten Sie sich unsicher sein, ob wir die richtige Klinik für Sie sind oder haben Sie Fragen zu unseren Angeboten, dann setzen Sie sich telefonisch mit uns in Verbindung oder vereinbaren Sie einen ambulanten Vorgesprächstermin.
Wir sind Ihnen gerne bei der Beantragung behilflich und jederzeit auch telefonisch für Sie da.
- Wer übernimmt die Behandlungskosten?
Die Behandlungskosten werden von allen gesetzlichen Krankenkassen nach § 111 Abs. 2 SGB V und privaten Versicherungen übernommen. Die Klinik ist auch beihilfefähig nach § 7 Abs. 1 Nr. 1 (Krankenhausbehandlung) und § 7 Abs. 1 Nr. 4 (Sanatoriums- oder Rehabehandlung) der Beihilfeverordnung des Landes Baden-Württemberg. Darüber hinaus werden Rehabilitationsbehandlungen im Auftrag der Rentenversicherungsträger (BfA, LVA´s) durchgeführt.
Ganzjährig geöffnet
